Neujahrsgebäck als Glücksbringer

Das Neujahrsgebäck ist im deutschsprachigen Raum meist ein aus Weizenmehl bestehendes Hefegebäck, welches traditionell zum Jahreswechsel gebacken wird. Wegen der verschiedenen Formen gehört das Hefegebäck zu den Gebildbroten: Diese werden als Bäume, Hasen, Hirsche, Schweine, Brezeln oder Zöpfe gebacken.

Die als Glücksbringer geltenden Neujahrsgebäcke in Form von Broten, Kuchen, Törtchen oder Waffeln, sind ein beliebtes Gebäck das am Neujahrsmorgen verschenkt und vielerorts auch gemeinsam verzehrt wird. In seiner ursprünglichen Bedeutung sollte das Gebäck vor Krankheit, Unglück und Hunger schützen. Zudem symbolisieren z. B. die Brezel und der Kranz Verbundenheit und sollen Glück und Gesundheit bringen.

Ein Teil des übrig gebliebenen Gebäcks wurde an Nutztiere verfüttert, um sie vor Unheil zu bewahren. Es war ebenfalls Brauch, einen weiteren Teil der Gebäckreste zu trocknen, zu zerkleinern und für eine reiche Ernte mit dem Saatgut auf den Feldern zu verteilen.

Ich selbst backe seit Jahren die kleinen Glücksschweinchen zu Silvester. Bereits für die germanischen Völker war der Eber ein heiliges Tier. Der Wagen des Gottes Freyr wird vom Eber Gullinborsti gezogen. Das Schwein ist deshalb ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum, da es als Symbol der Fruchtbarkeit und Stärke gilt. Darüber hinaus galt bei den Griechen und Römern derjenige als privilegiert, der über viele Schweine und somit letztendlich auch Nahrung verfügte. Meist wird aber – besonders zu Silvester – kein lebendes Ferkel verschenkt, sondern symbolisch eine Nachbildung. Kombiniert wird das Schwein oft mit einem Schornsteinfeger als Reiter und einem Glückspfennig oder vierblättrigem Kleeblatt im Maul. „Schwein haben“ ist eine Redensart und bedeutet „Glück haben“.

Für mich sind sie eine liebe Geste um Danke zu sagen, als Mitbringsel zur Silvesterparty oder für die Familie am Neujahrsmorgen.

Zudem sind sie schnell gemacht und zaubern ein Lächeln ins Gesicht.

Dieser Rezept habe ich bereits im letzten Jahr veröffentlicht und teile es gern noch einmal:
Für den Teig habe ich 100 g Dinkelschrot, 200 g Weizenmehl und 200 g Dinkelmehl mit 1 1/2 TL Salz, 1/2 Würfel Hefe, 250 mal Kefir, 100 ml Wasser, 1 Prise Zucker und 2 EL Brennnesselsamen zu einem Teig geknetet und 1 Stunde ruhen lassen.

Dann auf bemehlter Arbeitsfläche ausgerollt, pro Schweinchen einen großen und zwei kleine Kreise ausgestochen und zusammengesetzt:

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Damit es schön glänzt, wurde am Ende alles mit Eigelb und etwas Milch bepinselt, die Augen bestehen aus Kürbiskernen. Die Nasenlöcher im Rüssel wurden mit dem Quirlstiel eingedrückt.

Gebacken wird ca. 15 bis 18 Minuten bei 180 Grad.

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Viel Spaß beim Ausprobieren und ein gutes Neues Jahr wünscht euch

Birgit

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