Pao por Deus – Seelenkuchen zu Samhain

Heute ist der 31.Oktober, ein Tag mit mehreren Bedeutungen: Viele denken zuerst an Halloween, bei dem Kinder, gruselig verkleidet, von Tür zu Tür ziehen und Süßes erbitten. Bei uns in Sachsen ist heute ein Feiertag, das Reformationsfest, weil Luther vor über 500 Jahren seine Thesen an die Kirche zu Wittenberg genagelt hat. Es ist Samhain, eines der großen keltischen Feste im Jahreskreis …. In Portugal und Südamerika feiert man heute Nacht und morgen das Fest der Toten.

Heute endet das Kräuterjahr. Früher war auch üblich, kleine runde KUCHEN , sogenannte “Seelenkuchen” oder “Seelen” an Kinder oder Arme am 31. Oktober und 1. November auszugeben. Diese beteten nur dann für die Seelen der Geber. Die Tradition des Seelenkuchen-Verschenkens oder Essens besteht sogar heute noch in Portugal und ist wahrscheinlich der Anfang von “trick or treat”. Und ich dachte, das wäre eine amerikanische Erfindung, aber wahrscheinlich hat diese Tradition, wie so manches, viel ältere Wurzeln.

Einnert ihr euch noch an den Beitrag Samhain und die Seelenkuchen vom letzten Jahr?

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Der erhielt viele Kommentare auf Facebook und die Idee, an diesem Tag kleine Seelenkuchen zu verschenken, hat nicht nur mich begeistert.

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Auf diesem Weg kam auch auch zum Rezept für Pao de Deus, kleinen süßen Milchbrötchen mit Zimt und viel Fenchel, die es  in Portugal traditionell am Tag der Toten gibt.

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Wollt ihr es auprobieren?

Pao por Deus – Milchbrötchen mit Fenchel und Rosinen

1/2  EL Zimt, 2 EL Fenchelsamen gemahlen, 120 ml Olivenöl, 150 ml lauwarme Milch, 100 g Butter, 100 g Rosinen, 3 Eier, 30 g Hefe, 300 g (brauner) Zucker (und evtl.ein paar EL zum Bestreuen), 1 Prise Salz, 50 g gehobelte Mandeln, 50 g gehackte Walnüsse, 600 g Weizen- oder Dinkelmehl

Mehl, Zucker, Fenchel, Zimt, Butter und 2 Eier vermischen. Hefe in lauwarmer Milch auflösen und zugeben. Olivenöl in kleinen Portionen zum Teig geben und immer gut verkneten. Zum Schluss Rosinen, Mandeln und Walnüsse zufügen und den Teig nochmals gut durchkneten.

20 Minuten gehen lassen. Dann ca. 10 bis 12 Brötchen formen. Brötchen nochmals 40 Minuten ruhen lassen und inzwischen den Herd (ober- und Unterhitze) auf 180 Grad vorheizen.

Die Brötchen mit verquirlen Ei bestreichen evtl. mit Zucker bestreuen und 25 bis 30 Minuten backen.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Eure Birgit

PS:

Fenchel war ein sehr wichtiges Kraut für unsere Vorfahren –  ihm war eine Strophe im Neu-Kräuter-Segen gewidmet:

Kerbel und Fenchel, zwei gar mächtige,
die Kräuter erschuf der weise Herr
der heilige im Himmel, als er (am Kreuze) hing,
er setzte und sandte sie in die sieben Welten
den Armen und Alten allen zur Hülfe.

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