Kartoffel-Wildkräuter-Suppe

Langsam zieht der Frühling ein – die Sonne hat wieder mehr Kraft und es wird zunehmend grün. Am Donnerstag, kurz vorm kalendarischen Frühlingsanfang, war ich am späten Nachmittag auf dem Heimweg von der Arbeit kurz am Waldrand, ganz allein, Weg und Wiese waren menschenleer. Ich habe die letzten Sonnenstrahlen genossen und zwei Handvoll Wildkräuter mitgenommen, die in der Nähe wuchsen.

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Zufällig waren es neun *:

  • eine große Handvoll Vogelmiere,
  • einige Brennnesselspitzen,
  • der erste Giersch, der seine Blätter gerade entfaltete,
  • Spitzwegerich
  • ganz junges Klettenlabkraut (jetzt kratzt es noch nicht und schmeckt ganz mild)
  • rote Taubnessel
  • etwas Lungenkraut
  • frischer Löwenzahn
  • Gänseblümchen

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Für eine reine Wildkräutersuppe war es noch nicht genug, deshalb habe ich eine wilde Kartoffelsuppe gekocht. Für 4 Portionen braucht Ihr:

Wilde Kartoffelsuppe

8 bis 10 Kartoffeln, einen Löffel gekörnte Brühe oder noch besser 1 EL selbstgemachte Gemüsebrühepaste, Wasser, 1 Handvoll gemsichte Kräuter, Salz, Pfeffer, 100 ml Schlagsahne.

Kartoffeln schälen und kleinschneiden, mit Wasser bedecken,  kochen und wenn sie fast gar sind die kleingehackten Wildkräuter (ein paar für die Deko beseite legen) und gekörnte Brühe oder Paste zugeben und noch 5 Minuten weitergaren. Sahne zugeben und pürieren. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

* PS: Schon unsere Vorfahren wussten die Kraft der ersten Frühlingskräuter zu schätzen. Nach langer Winterzeit brachte das frische Grün Vitamine und Lebensenergie. Bis heute hat sich der Brauch, aus 3 x 3 Kräutern eine Frühlingssuppe zuzubereiten, gehalten und vielerorts kommt die grüne Neun-Kräuter-Suppe als traditionelle Fastenspeise am Gründonnerstag auf den Tisch. Aber natütlich schmecken die Frühlingskräuter auch an jedem anderen Tag.

Die Neun gilt als Zahl der Vollkommenheit, da sie dreimal die in vielen Kulturen als »göttlich« angesehene Zahl Drei enthält.

Welche neun Kräuter für die Suppe verwendet werden, bleibt jedem selbst überlassen – ganz nach eigenem Geschmack. Unter anderem eignen sich dafür beispielsweise Brennnessel, Giersch, Vogelmiere, Löwenzahn, Spitzwegerich, Blutampfer, Sauerampfer, Knoblauchrauke, Taubnessel, Brunnenkresse, Frauenmantel, Schnittlauch, Scharbockskraut (vor der Blüte!), Gundermann, Schafgarbe, Gänseblümchen, Pimpernelle, Petersilie, Bärlauch und viele andere Küchenkräuter.

Im letzten Jahr habe ich schon ein Rezept für eine reine Neunkräutersuppe aufgeschrieben. Die gibts es bei uns zur Osterzeit.

 

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