Zabaione mit Blütenzucker – Wilde Kräuter und ein Hauch Italien

Es ist Ostern – Zeit für gutes Essen, Süßes im Körbchen und für feine Desserts.

Am langen Osterwochenende hatten wir Zeit für lange Waldspaziergänge, zum Ausruhen. Ich habe viel gelesen: in alten und neuen Kräuterbücher. Und in der Küche gezaubert.

Ursel Bührings Buch „Blütenküche“, was vor ein paar Wochen in erweiterter Neuauflage im Ulmer Verlag erschienen ist, hat mich zu einer Interpretation der Huflattich-Zabaione inspiriert. Ich liebe diese süße Eiercreme! Vor einigen Jahren habe ich diese Süßspeise schon einmal umgesetzt und da ich heute nicht alle Zutaten da hatte, etwas abgewandelt.

Im Wald haben wir die ersten Huflattichblüten entdeckt – habt ihr schon einmal an diesen Blüten geschnuppert? Sie verströmen einen herrlichen Honigduft. Huflattich sollte wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide nicht oder nur extrem sparsam verwendet werden. Ich habe für die Creme nur ein paar Blüten für eine Stunde in Wein ausgezogen. Wer frischen Löwenzahn hat, sollte besser diesen verwenden.

Zabaione mit Löwenzahnblütenzucker

Zutaten für 4 Portionen:

100 ml Marsalawein, eventuell einige Huflattichblüten, 1 Prise Tonkabohne,
4 Eigelb, 50 g Löwenzahnzucker (Löwenzahnblütenblätter von 6 bis 8 Blüten mit 120 g Zucker fein pürieren – davon 50 g verwenden), essbare Blüten und Blütenzucker zum Dekorieren

Huflattichblüten für ein bis 2 Stunden im Marsalawein ausziehen. Blüten abseihen (ich hab sie später als Deko verwendet). Oder Marsalawein pur verwenden.

Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Schüssel auf ein Wasserbad stellen (ein Topf mit heißen Wasser, der während des Schlagens der Creme auf kleiner Flamme erhitzt wird – zu große Hitze lässt das Ei gerinnen) und ca. 6 bis 10 Minuten mit dem Handrührgerät aufschlagen, bis sich das Volumen der Masse verdoppelt hat.

In Portionsgläser füllen, mit essbaren Blüten (Gänseblümchen, Veilchen etc.) garnieren und genießen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Holunderelfe“ durfe ich über „Zuckersüße Blütenträume“ schreiben – Blütenzucker und kandierte Blüten.

In den nächsten Woche werde ich euch deshalb Rezepte mit Blütenzucker und Kandisblüten vorstellen.

In diesem Frühlingsheft ist auch ein Interview mit Ursel Bühring abgedruckt, bei der ich viel in der Ausbildung zur „Grünen Hausapotheke“ und im Seminar „Pflanzen für Lebenslust und Liebesfreud“ lernen durfte. Ich durfte Ursel zu ihrem neuen Buch und zum Kochen und Backen mit Blüten ausfragen.

Das Interview könnt ihr auch hier lesen – https://holunderelfe.com/2021/03/22/blutenkuche/

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